Zürcherinnen sind gut zu Vögeln

Die Kältewelle ist vorbei und die ersten milden Tage bringen schon die entsprechenden Hormone zum Oszillieren. Doch aufgepasst! Gerade jetzt gilt es, unsere gefiederten Freunde nicht im Stich zu lassen. Vor der Markthalle steht eine diesbezüglich vorbildliche Anleitung: vier Vogelhäuser auf einem halben Quadratmeter!

Ich hatte die Volgehäuser schon mehrfach bemerkt, aber viel Verkehr war da eigentlich nie. Weder Vögel, noch Vogelfutterspenderinnen, bloss vier Vogelhäuser unterschiedlichster Bauart und Farbgebung, ohne jede Rücksicht auf die architektonische Eigenart der Nachbarliegenschaft, der raumplanerische Normalfall leider.

Dann ging ich hin, in der Hand ein Kuvert gefüllt mit "M classic Freiland Mix" (1.2 kg CHF 2.50, sehr empfehlenswert, eignet sich auch zum Bewurf von bellenden Hunden und Velofahrern auf dem Trottoir).

Autor, Freiland Mix

17% Protein, 26% Fett... das schien mir geradezu ideal, um Amseln, Meisen, Fink und Star auf deren Hochzeit vorzubereiten. Denn jetzt geht's los, für die Blaumeise etwa ganz konkret so: "Bei den einige Tage vor der Ablage des ersten Eies beginnenden Kopulationen nähern sich die Partner allmählich mit zitternden Flügeln einander an. Dabei ist die Haltung der einer drohenden Blaumeise nicht unähnlich, Körper und Schwanz sind waagrecht, die Handschwingen leicht gespreizt. Vermutlich zur Beschwichtigung lassen die Vögel leise Kontaktlaute hören. Zur eigentlichen Kopulation fliegt das Männchen auf den Rücken des Weibchens und verweilt dort wenige Sekunden, ohne sich am Nacken festzuhalten. Nach der Trennung plustert sich das Weibchen auf und führt Putzbewegungen aus, das Männchen kann eine kurze Strophe des Reviergesangs von sich geben. Die Kopulationen können sich mehrfach wiederholen, wobei die ritualisierte Annäherung entfällt. Während der Eiablage und auch während der frühen Bebrütung finden weitere Kopulationen statt." (wikipedia)

Der Autor hat eine Meise (im Limmat-West)

Okay, das war jetzt etwas gar explizit. Die Eier legen die Meisen hierzulande ungefähr Mitte April, wobei die Klimaerwärmung dazu führt, dass sich dieses Geschäft offenbar immer weiter nach vorne verschiebt.

Doch zurück zum Titel: ich bin überzeugt, dass es grossmehrheitlich Zürcherinnen sind, die Vögel füttern. Denn als ich vor der Markthalle meinen Obolus an die Vogelwelt entrichtete, geschah gar nichts. Nicht mal ein dezentes Zwitschern.

  • 01.3.2012 19.10 Uhr

    ja ja wir sind gut zu vögeln ;-)

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