«We love Zurich»

SOLD OUT stand gross und fett am Eingang über dem Konzertplakat – und das zu Recht! Die Jungs von Black Box Revelation rockten den Viaduktbogen. Wir trafen sie vor dem Konzert zum Interview und sprachen über Musik, die USA und Schokolade.

Blutjung und verdammt talentiert: Die beiden belgischen Musiker, Jan Paternoster (23, Gitarre und Gesang) und Dries Van Dijck (20, Schlagzeug), rockten die kleine Bühne im Restaurant Viadukt, wie keine andere Zweimannband. Im Interview gaben sich die beiden entspannt und gesprächig.

Dries Van Dijck und Jan Paternoster beim Interview

Vor genau einem Jahr habt ihr in Zürich am Lauterfestival gespielt. Heute habt ihr eure eigene Show im Viadukt, wie gefällt es euch hier?

Dries: Sehr gut, es ist auch ein toller Club, das Viadukt.

Jan: Es ist wirklich neu hier und als wir ankamen, haben wir gesehen, dass es ausverkauft ist. Es ist zwar klein, aber es ist toll, an ausverkauften Shows zu spielen. Paris war ausverkauft und die Shows in Brüssel, das ist super.

Dries: Ja, kleine Clubs, wie dieser hier, sind toll. Die Zuschauer sind direkt vor dir und alle schwitzen und haben Spass.

Ihr wart sehr jung, als ihr euer erstes Album veröffentlicht habt. Was hat euch dazu bewogen, all eure Energie in die Musik zu stecken?

Dries: Wir haben etwas gebraucht um unsere Energie abzubauen.

Jan: Als ich 13 war, habe ich mit Gitarrenspielen begonnen. Damals musste ich mich zwischen der Gitarre und dem Fussball entscheiden und ich habe die Musik gewählt. Es fühlt sich einfach sehr natürlich an, immer zu spielen und in Europa und den Staaten zu touren. Wir haben eine tolle Zeit. Es ist aber auch harte Arbeit und ermüdend und wir versuchen so viel wie möglich zu schlafen.

2010 habe ich euch am Sziget Festival in Budapest gesehen. Und Jan, deine Eltern waren auch da. Habt ihr immer auf die Unterstützung von euren Eltern zählen können?

Dries: Ja immer! Sie haben uns immer unterstützt und sind sehr stolz auf uns und mögen unsere Musik und was wir machen. Sie haben uns nie etwas wie «Nein, wir wollen nicht, dass ihr jetzt auf Tour geht» gesagt. Viel eher sagten sie: «Yeah super, habt Spass und geniesst es!».

Jan: Als wir mit Musikmachen begonnen haben, mussten sie uns immer fahren, da wir mit 15 Jahren noch zu jung waren. Sie haben uns an jedes Konzert gefahren.

Ihr habt ein volles Programm und seid jetzt auch in den USA am Touren. Wie gefallen euch die Staaten?

Dries: Mit unserem dritten Album, welches im Sommer rauskam, touren wir viel in den Staaten. Wir haben gerade alle Hände voll zu tun. Jetzt sind wir auf unserer Europatournee und vor zwei Wochen waren wir noch ganze sechs Wochen in den USA! Aber es macht Spass und die Leute mögen es.

Jan: Letzten Monat hatten wir 20 Shows mit Jane`s Addiction. Diese Shows waren immer an grossen Veranstaltungsorten, mit bis zu 4000 Leuten!

Dries: Die sind alle verrückt, die Amerikaner! Aber das ist gut, sie mögen Musik und das ist schliesslich etwas Gutes.

Spielt ihr also lieber in den Staaten als in Europa?

Dries: Nein, nicht wirklich. Die Mehrheit unserer Fans ist hier. Die Schweiz ist super! Hier sind alle ein bisschen verrückt und machen gerne Party, das ist genau das, was wir brauchen.

Jan: Die Schweiz ist wirklich einer meiner Favoriten. Ich glaube, Belgien ist immer noch die beste Destination, weil ich ja von da komme. Dann aber die Schweiz und dann Frankreich und dann noch so andere Länder...

Black Box Revelation, wie seid ihr auf diesen Bandnamen gekommen?

Jan: Es war nie einfach für uns, genau zu sagen, woher unser Name kommt. Wir haben dann angefangen Geschichten zu erfinden und Lügen zu erzählen, aber das ist vielleicht ein bisschen albern.

Erzählt uns eine von euren Geschichten!

Dries: Wir haben uns die Geschichte folgendermassen zurechtgelegt: Wir flogen nach Japan oder China und dann stürzte unser Flugzeug ab. Wir beide waren die Einzigen, die überlebten. So haben wir die Black Box des Flugzeuges geöffnet und darin fanden wir Alben und CDs mit Songs drauf. Diese Songs spielen wir jetzt.

Ihr spielt auch an vielen Festivals im Sommer. Spielt ihr lieber an Festivals oder in Clubs?

Dries: Im Moment freuen wir uns wieder auf die Festivals. Da ist schönes Wetter und man kann sich andere Bands anhören und immer Spass haben. In Clubs hast du einen Soundcheck und dann wartest du, bis du auf die Bühne kannst und wenn du Glück hast, gibt es noch eine Party nach der Show.

Jan: Wir sind wirklich eine Liveband und man sollte uns definitiv live sehen. Einfach an unsere Show kommen und dann komplett nass geschwitzt nach Hause gehen.

Was sind eure Pläne nach dieser Tour?

Jan: Hoffentlich touren wir nach diesem Sommer auf einem neuen Kontinent. Vielleicht Asien.

Dries: Oder Südamerika!

Jan: Oder Neuseeland. Aber ich würde lieber nach Asien, als nach Südamerika. Vor einer ganzen Horde Japaner zu spielen, das wärs!

Gibt es etwas, das ihr noch loswerden möchtet?

Jan: Ich will nur noch sagen, dass Belgische Schokolade besser ist, als Schweizer Schokolade.

Dries: Oh ja, das ist sie!

Jan: Das sage ich jetzt nicht, um uns hier beliebt zu machen und ich bin mir sicher, die Schweizer wollen hören, dass die Schweizer Schokolade die beste ist, aber ich glaube in der Belgischen hat es einfach mehr Milch und Zucker drin.

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+ Wenn ihr die Jungs auch live rocken sehen wollt, schaut hier nach

+ auf Westnetz: Black Box Revelation im Viadukt

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