Velogarage

Was tun, wenn man vom treuen Gefährten im Stich gelassen wird?
Wenn der Drahtesel den Geist aufgibt und die Schaltung streikt, dann ist ein Besuch bei der Velogarage angeraten.

Mittwochnachmittag, die Luft ist klar und gefriert in meinen Atemwegen und meinen Lungen. Ich fahre auf Wirbelwind, meinem Velo, das mich überall hin bringt, durch den wunderschönen Eis-Park namens Zürich.

Wirbelwind, mein stolzes Ross

Plötzlich merke ich, dass die Schaltung meines Rades nicht funktioniert und prompt springt die Kette raus. Ich steige ab und versuche sie wieder einzusetzen. Da ich aber trotz der Liebe zu meinem Velo ziemlich wenig Ahnung von seiner Zusammensetzung habe, lasse ich das jeweils lieber von einem Fachmann begutachten. Doch wo finde ich einen solchen, mitten im Kreis 5? Auf der Suche nach einem Helfer in der Not stosse ich mein Fahrrad durch die Strassen.

Mein Herz macht einen kleinen Hüpfer, als ich nach der nächsten Ecke das Zeichen „Velogarage“ gross und gelb wenige Meter entfernt leuchten sehe. Neugierig schaue ich mich in der Werkstatt um. Da stehen neue Velos, tolle Occasionen, Kindervelos, Helme für die Sicherheit ausserdem etliche Räder oder Sättel, um ein bereits bestehendes Fahrzeug aufzumotzen. Das einzige, was man in der Velogarage aus Prinzip nicht findet, sind Elektrovelos. Ausserdem steht vor der Velogarage eine Velopumpe zu kostenlosem Gebrauch zur Verfügung - falls eurem Drahtesel mal die Luft ausgehen sollte.

Der Besitzer der Velogarage ist einer Meinesgleichen: ein Veloliebhaber. Ausserdem ist er sehr freundlich und gesprächig. Im Gespräch hält er fest, dass immer noch zu wenig Zürcher velofahren, obwohl alle plötzlich “grün” zu werden scheinen. Velofahren sei ihnen vermutlich zu anstrengend, zu unkomfortabel und zu gefährlich.

Im null Koma nichts ist mein guter alter Wirbelwind wieder fahrtüchtig und so kann ich mich auf den Rücken meines Schimmels schwingen und siegesgewiss in den Sonnenuntergang reiten.

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