Prime Tower

Am 6.12.2011 wurde das West-Zürich-Wahrzeichen eingeweiht. Was es alles über den Prime Tower zu wissen gibt, und wie die Einweihung vonstatten ging, erfahrt Ihr hier von mir...

Liebe Westzürcher, vor nun gut ein wenig mehr als 10 Tagen, war ich für Euch im Namen von Westnetz zur Pressekonferenz des Prime Tower geladen und möchte deshalb nicht versäumen, Euch, ein wenig spät aber besser als nie, darüber zu berichten.

Presseausweis

Ich kam also an dem besagten Dienstag, mit Kamera, Hemd und Notizblock an, und begab mich sogleich zum Eingang und der Rezeption des Clouds, welche sich, wie ich nun weis, auf der Rückseite des Prime Towers befindet. Sogleich wurde mir der Mantel abgenommen, mir der oben gezeigte Presseausweis angepinnt und mir der Weg zu den Fahrstühlen gezeigt. Beindruckend war, dass das ganze Gebäude innen mit Marmor verbaut war und man sich im Chromstahl der Fahrstuhltüren spiegelte. Die Türen öffneten sich, ich betrat den Fahrstuhl, und gleich nachdem sich die Türen geschlossen hatten, begann das Achterbahn Gefühl in meinem Bauch. Doch es ging nicht mal so lange, dass ich mir hätte Sorgen darüber machen können, denn sogleich glitten die Türen auf und liessen mich wissen, dass ich mich nun im 34 Stock befinde. Leicht nervös und mit der Kamera um den Hals ging ich in Richtung Presseraum und merkte, dass ich zu den ersten Gästen an diesem Morgen zählte. Sogleich nutze ich die Gelegenheit um von dieser atemberaubenden Aussicht einige Bilder zu schiessen, von denen ich Euch hier einige Zeigen werde. (Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt)

... nach einem Kaffe, Fruchtsaft, Gifpeli und etwa 20 Minuten begann das ganze Spektakel. Ich hatte das Glück, oder besser die Zeit, einen super Platz zu finden und danach eine Stunde lang vielen Interessanten Persönlichkeiten zu lauschen. Was genau von wem gesagt worden ist, probiere ich hier nun kurz und verständlich zusammenzufassen, bevor wir zum grossen Rundgang durch dieses fabelhafte Gebäude starten.

Markus Graf

(Bilder in der Galerie)

In der Eröffnungsrede und den folgenden 20 Minuten erzählte uns Markus Graf, der CEO der Swiss Prime Site AG, einige Fakten und vieles über die Entstehung des Prime Towers, unter anderem das die Swiss Prime Site die grösste Immobiliengesellschaft und das Prime Tower das nun höchste Gebäude der Schweiz ist. Auch fügte er hinzu, und dabei mussten viele komischerweise lachen, dass die Preise im Prime Tower günstiger wären als an der Bahnhofsstrasse. Sehr interessant fand ich den Satz “Zürich West hätte Hochhäuser Potential“, die Investitionssumme von rund 380 Mio. und die Tatsache, dass das Prime Tower jährlich 29. Mio. nur durch die Miete einnimmt. Bevor ich nun mit der Zusammenfassung von Herrn Graf aufhöre, hier noch einige genannte Fakten:

Fakten Prime Tower

  • 36 Stockwerke
  • Höhe 126 m
  • Mietfläche total 40 000 m2
  • Arbeitsplätze 3500 (zusammen mit Cubus, Diagonal und Platform)
  • Architekten Gigon/Guyer
  • Kosten 380 Mio.
  • Mieteinnahmen 29 Mio. im Jahr
  • Nachhaltigkeit mit Minergie und LEED

... nach der Rede von Herrn Graf erzählte uns Herr Lehmann, der CIO des Prime Towers, etwas über die Herausforderung des Towers, über den Bau und zeigte uns Pläne und Grundrisse, welche wir hier aber nicht genauer behandeln.

Corinne Mauch

(Bilder in der Galerie)

Auch die Stadtpräsidentin Zürichs wandte sich mit einigen Worten an die Zuhörer. Sie sprach vom Prime Tower als „unumstrittenes Wahrzeichens Zürich-Wests“, als „Symbol für den Wandel Zürichs“ und als „Beweis der Erfolgsgeschichte Zürichs“. Mit vielen schönen Worten lobte sie unseren Gläsernen Turm und meinte äusserst passend wie ich finde:“ Zürich-West liegt einem aus dem Prime Tower zu Füssen“, und mit diesen Worten und tobendem Applaus ging sie ab und verliess den Raum.

... nach Ihrer Rede folgten die Köche und die Architekten des Clouds und da man die Köpfe dahinter auf keinen Fall vernachlässigen darf noch soll, widme ich mich jetzt Ihnen, beginnend mit dem Geschäftsführer des Clouds, Herr Magnasch Joos.

Magnasch Joos

Die Präsentation des Geschäftsführers begann mit den Worten:“Clouds, the place to be, to eat, enjoy, meet, connect and do business“, guter Slogan, alle mussten lachen. Und so spritzig ging es mit den Zielen und der Vision des Clouds weiter:„Wir sind der Leuchtturm Zürichs, Place to be.

Das Clouds soll …

Stylish sein - Bei den Lifestyle Themen immer vorne dabei –

Zugänglich sein - Für die Zürcher sowie das internationale urbane Publikum. Jedermann soll sich willkommen fühlen -

Spannend sein – Nicht vorhersehbar, überraschend, facettenreich, immer wieder interessant aber nie aufgesetzt –

Urban sein – Bunt gemischt, vielseitig, bereichert durch kulturelle Vielfalt –

… und nach dieser langen auflisten von Eigenschaften des Clouds, bat er die beiden 16.Punkte Chefköche, Herr Antonio Colaianni und Herr David Martinez Salvany nach vorn. Zwei sehr symphytische Herren die nach vorne traten, kurz mit dem Publikum spassten und sich wieder setzten. Doch ich fand es sehr schön die beiden Künstler, welche uns in Zukunft bekochen werden, so nah und persönlich kennen zu lernen, äusserst gelungene Idee. Bevor wir nun gleich zu den beiden Architekten kommen, sollte ich vielleicht erwähnen das im Clouds einige der besten Köche der Umgebung für uns Katalanisches Essen zubereiten werden, denn von 1640 Bewerbungen haben es knapp 120 geschafft für uns in Zukunft kochen zu dürfen.

... und nun zu guter letzt, die Architekten …

Annette Gigon / Mike Guyer

Zwei lustige und symphytische Persönlichkeiten tauschten sich während der Konferenz mit Reden ab und betonten dabei, dass der Prime Tower kein Prestige-Bau sei. Sie gingen während der Rede richtig auf, begannen strahlend darüber zu berichten, unweigerlich musste auch ich zu schmunzeln beginnen. Wie Herr Guyer und die Frau Gigon über das spezielle Glas berichteten, welches 85% der Sonne reflektiere und den Rest in wärme umwandle, war verblüffend, mit solch einem Strahlen, besonders Herr Guyer, mich hatten sie mit der Rede. Aber wieder zurück zum wesentlichen. Während der Konferenz betonten sie, dass der Prime Tower ein Betonbau und kein Stahlbau sei, was mich bei der erstaunlichen Höhe von 126 Metern doch erstaunte. Und dann kamen sie zur Umweltverträglichkeit zu sprechen, der Prime Tower sei komplett CO2 Neutral. Wärme beziehe er über die Sonne, über Wärmetauscher und über die Limmat, wie das ganze im Detail funktioniert, bin ich auch überfragt. Und dann ging alles recht schnell, Herr Graf erhob sich, begab sich hinter den Rednerpult und lud alle zu einem Lunch und zu einer Führung ein, der ich mich ohne zu zögern anschloss.

Rundgang

Nach nun einer doch fast zu lange geratenen Pressekonferenz Zusammenfassung, möchte ich mit Euch den Rundgang starten, welche um einen guten Kontrast zu schaffen, fast ausschliesslich Bilder beinhalten soll. Und deshalb bitte ich Euch nun zurückzulehnen, die Maus in die Hand zu nehmen, und Euch durch die Galerie zu klicken. Ab und an werdet Ihr einige Kommentare von mir, oder anderen Lesern dazu finden. Wenn ihr mögt, seid ihr herzlich dazu eingeladen mit zu kommentieren. Ich hoffe sie gefällt...

->Galerie betrachten

Nach diesem interessantem, aber auch anstrengendem Rundgang durch unseren gläsernen Turm, habe ich mich zu guter letzt noch in den 35 Stock gewagt, ein Glas Wein genossen, einen Dessert mit purem Blattgold verspiesen, der Architektin Annette Gigon zur Wahrung des Scheins mein Glas geliehen und hab dann nach einigen Worten mit jemandem aus der Presse das fabelhafte Gebäude verlassen. Dies soll auch das Ende meiner Reportage über den Prime Tower sein. Ich hoffe es hat gefallen und ich freue mich auf den einten oder anderen Kommentar.

Schönen Abend liebe Westzürcher.

  • Christian Egli 21.12.2011 14.03 Uhr

    Ich fürchte, dass mein Artikel zu lang geraten ist, so dass ihn keiner Lesen will...

  • Marco Spitzbarth 21.12.2011 19.17 Uhr

    Natürlich liest es sich auf dem Sofa bequemer als am Bildschirm- das Glas Rotwein steht dafür aber auch sicherer als auf der Couch...
    Für mich gilt hier auf Westnetz wie auch sonst im Netz: "Suche ich nur 140 Zeichen gehe ich auf Twitter".

    Bei allem anderen bin ich noch so froh nicht nur einen Aye-catcher vorgesetzt zu kriegen. Ich habe keine Probleme mit dem Lesen am Bildschirm.
    Im Gegenteil, es frustriert mich immer wieder bei einem spannenden Thema das Ende erreicht zu haben. Klar- der Inhalt muss auch halten was er verspricht, zum Beispiel der Artikel oben: Nur ein Bild aus dem Clouds und drei Zahlen wären nicht befriedigend.
    Mich interessiert aber Dein Empfinden, Deine Sicht und der eine oder andere Satz zu den Namen, dass ist es doch was einen Text erst lesenswert macht.

    Nochmals, für mich gibt es nicht zu lange Texte, nur Texte ohne Inhalt. Solange mich ein Thema interessiert und ich einen Bezug zur Geschichte entwickle bin ich dabei- und wenn am Schluss meine Maus beim Scrollen explodiert - TOP!

  • Daniel Blickenstorfer 22.12.2011 13.59 Uhr

    EINSPRUCH, lieber Christian, dein Artikel ist NICHT "zu lang geraten"... Meinerseits habe ich ihn in einem Schnurz durchgelesen und Daumen mit Überzeugung nach oben gesetzt. Ich las deine Geschichte als eine Art Reisebericht, du nimmst den Leser gewissermassen an die Hand, mit auf deinen abenteuerlichen Trip zur PK im Clouds... Sehr schön, gefällt mir! Einzige kleine Irritation vielleicht: dass du den Bericht rund zwei Wochen post festum veröffentlichst; aber das hatten Reiseberichte halt schon immer so an sich ;-)


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