Lindas Sexkolumne – Eine saubere Sache

Intimpflege ist wichtig. Manche nehmen es dann aber doch eine Spur zu ernst.

Sex gilt gemeinhin als etwas Schmutziges. Trotzdem braucht es das nötige Mass an Hygiene, damit vor lauter Ekel der Spass nicht auf der Strecke bleibt. Ich bin absolut pro-Körperpflege: Müffelfritzen und Duschfaule haben in meinem Schlafzimmer nichts verloren. Dass man es aber auch übertreiben kann mit der Reinlichkeit, hat mir eine Freundin mit ihrer Story über den One-Night-Stand mit einem Fanatiker aufgezeigt.

Vor kurzem verbrachte sie ein Wochenende in Berlin. Auf einer Raverparty traf sie einen, der nett und normal wirkte. Da Menschen dazu neigen, im Urlaub deutlich abenteuerhungriger und spontaner zu sein, reichte das für meine Freundin schon, um ihm nach einer halben Stunde in seine Wohnung zu folgen. Nun, das Risiko – und gleichzeitig auch der Reiz – bei One-Night-Stands ist ja, dass man nie weiss, wer der Bettpartner eigentlich ist. Dieser Typ, mit dem meine Freundin so ahnungslos mitgegangen war, hätte theoretisch auch ein Psychokiller sein können. War er natürlich nicht. Einen Knacks hatte er trotzdem.

Sie gingen schnurstracks in sein Schlafzimmer, zogen sich unter wildem Geknutsche aus und dann – nahm er sie an der Hand und führte sie ins Bad. „Komm, ich lass dir ein schönes, entspannendes Schaumbad ein!“ sagte er mit munterem Schwingen in der Stimme. Sie stutzte kurz, willigte dann aber ein. Weil sie dachte, beide würden sie in der Wanne Platz nehmen und dass er dabei erotische Wasserspiele im Sinn hatte. Doch als alles vorbereitet war, wünschte er ihr viel Spass und liess sie alleine im Badezimmer zurück, indes er ein bisschen fernschaute.

Sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein? Stank sie etwa? Doch so sehr sie auch an sich rumschnupperte, alles roch normal. Sie wägte ab, was zu tun war, und stieg letzten Endes verwirrt in die randvolle Wanne. Nach zehn Minuten klopfte er an die Türe. „Das reicht, du kannst jetzt rauskommen.“ Sie hatten dann doch noch Sex und zwar relativ normalen (aber was heisst das schon). Er selber hatte übrigens leicht nach Rauch und Alkohol gestunken; es konnte also keine Keimphobie gewesen sein, die ihn zu der Badewanne-Aktion getrieben hatte. Wahrscheinlich war es eher ein seltsamer Fetisch. Naja, da gibt es schlimmere!

Wie gesagt, Hygiene – im normalen Mass – ist das A und O. Doch Sex kann nicht immer geplant sein. Manchmal muss man einfach den Moment nutzen. Da bleibt dann natürlich keine Zeit, erst noch kurz unter die Dusche zu hüpfen. Schweiss gehört einfach dazu und ein bisschen dreckig mögen wir’s doch alle, oder?

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Mr. Tiny

  • Vorname Nachname 14.12.2012 21.08 Uhr

    Und wahrscheinlich hat er sie heimlich gefilmt. Und verkauft das Video nun im Internet.

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