Katerfrühstück

Jeden ersten Sonntag im Monat kann man stressfrei und kinderfrei, dafür schmackhaft frühstücken. Los geht’s diesen Sonntag.

Jaja, Wochenende. Da schaut man gerne mal zu tief ins Glas und verflucht dann am Sonntag Kater, Alkohol und am meisten sich selber. Jaja, Street Parade. Die ganze Scheisse noch hundertmal schlimmer. Was dagegen hilft? Schlaf. Und ein richtig deftiges Katerfrühstück! Wenn man aber nicht gerade einen Privatkoch zuhause hat (oder eine sehr führsorgliche Freundin), ist die Zubereitung dessen im Hangover-Zustand reine Agonie.

Eine zweite Lösung bietet sich an: auswärts brunchen! Aber eigentlich eben nicht, denn wer will schon seinen schmerzenden Kopf mit Kindergeschrei quälen. Genau, niemand. Das verstehen auch die Leutchen vom Mühletal und haben deshalb das Konzept des Katerfrühstücks ins Leben gerufen. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es in der urchigen Beiz Salziges, Herzhaftes, Süsses und Revitalisierendes, natürlich aus frischen, regionalen Zutaten. Start ist diesen Sonntag um acht Uhr, Feierwütige können also direkt von der Afterparty zum Frühstück antreten.

Anstatt nervigem Gofengekreische gibt es leise Hintergrundmusik vom DJ. Denn auch wenn wir sie normalerweise lieben, das letzte was wir mit unseren müden Augen durch unsere Sonnenbrille erspähen wollen, sind energiegeladene, herumtobende Kinder. Katerfrühstück im Mühletal – Adults Only!

  • Daniel Blickenstorfer 11.8.2012 19.17 Uhr

    Hmmh, wieder mal so ein Hohelied auf eine "kinderfreie Attraktion". Der USP des Mühletal-Brunch? Oder bloss die Dekadenz einer Altersstufe, die kaum den Kinderschuhen entwachsen, den ganzen Reigen abfeiert ohne irgendwelchen Hintergedanken an den Rest der Welt : Party-Saufen-Party-Saufen-Party, dann vielleicht f... (aber bitte ohne Kinder-Resultat), dann Kopfweh hinter Sonnenbrille und dezenter Chill Out-Hintergrundmusik mit etwas Salzigem aus regionalen (!) Zutaten... aber bitte ohne Kinder.

    Da lob' ich mir die Energie sämtlicher Kids im Kreis 5 und anderswo: die fragen nie nach dem Wochentag, schon gar nicht nach dem "ersten Sonntag im Monat".

    Übrigens "kreischen" Kinder auch nicht immer, noch sind sie ständig am "herumtoben". Ich vermute, sie kichern bloss über "Erwachsene", die vormittags abgeschlafft in geschlossenen Räumen mit Sonnenbrille rumhängen, im Hangover-Zustand reiner Agonie.


  • . Haemmerli 21.8.2012 13.49 Uhr

    Am Sonntag fand ich mich justamment in der Situation wieder: Am Abend vorher an einer Dachparty reichlich gebechert, brauchte ich um eins eine währschafte Suppe und eine Zeitung. Am Nebentisch sass ein Paar mit Kind. Und das Kind kreischte und brüllte in einem fort. Und zwar ohrenbetäubend. Ich blickte ein zwei Mal tadelnd an den Tisch, was aber keinerlei Folgen zeitigte. Irgendwann erlaubte ich mir, denn Eltern zu sagen, ob sie nicht bitte den Nachwuchs ermahnen könnten, sich nicht ganz so laut aufzuführen. Worauf die Mutter mich sofort ankeifte: He is a child! Why don't you go somewhere else. Als streitbarer Zeitgenosse gab ich ordentlich zurück, worauf der Vater dann mit dem Kind nach draussen verschwand. Und genau das ist der Grund, warum unsereins zum Kinderhasser mutiert und so gerne kinderfreie Zonen hat: Es gibt zu viele Eltern, die ihren Wurf zu erziehen nicht in der Lage sind. Als mein Bruder und ich Kinder waren, gingen wir oft mit unseren Eltern ins Restaurant, aber es hätte was gesetzt, wenn wir dermassen rum krakeelt hätten. Heute sieht man allerorten Eltern, die es nicht wagen, den Sprösslingen beizubrigen, dass sie nicht alleine auf der Welt sind. Und dass man im öffentlichen Raum ein MIndestmass an Rücksicht aufeinander nehmen sollte. Dazu kommt: Wenn irgenwer es wagt, sich gegen Kinderterror zu beschweren, dann glauben Eltern nicht nur ihr wunderbarer Nachwuchs sei immer im Recht, nein, sie pochen dann auch gerne darauf, sie seien Eltern - Eltern! - und damit natürlcih auch bessere Menschen.
    Darum lob ich mir nicht nur kinder- sondern auch elternfreie Zonen.

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