Im siebten Smoothie-Himmel

Karma Police, Easy Rider und Hakuna Matata heissen die frisch gemixten Säfte und Smoothies der kürzlich eröffneten SASOU Saftbar – und versprechen nicht zu viel. Ein Stück gesundes Seelenheil in Saftformat.

Zwei grosse, lichtdurchflutete Fenster locken in die am 1. Juli eröffnete Saftbar SASOU an der Neugasse. Direkt neben der Langstrasse und in unmittelbarer Gehdistanz zum Limmatplatz und der Josefstrasse. Das einzige störende Element ist die Baustelle, die momentan noch unmittelbar vor dem Laden lärmt. „Wir haben schon einen kleinen Schock gehabt, als wir den Laden aufmachen wollten – und direkt vor unserer Tür die Absperrung platziert war!“, erzählt mir Ann, eine der Mitgründerinnen von SASOU. Die Baustelle ist nun glücklicherweise etwas zur Seite gerückt, das Lokal ist gut sichtbar mit einem Schild beschriftet.

Der herzige Laden entspricht mit hellem Holzboden, ausladender Glastheke und rustikalen Dekorationselementen dem Konzept der hausgemachten, gesunden Essens- und Trinkkultur. „Die Idee stammt ursprünglich aus Kalifornien“, sagt Ann während Sie mir einen „Smooth Criminal“ mit Bananen, Mango und Mandelmus mixt. Hinter der Theke stehen zwei grosse Mixer, jederzeit bereit, um aus frischen Früchten, Nüssen und Gemüse leckere Säfte zum Mitnehmen zu zaubern. Die Initiantin Tiffany Kappeler sei als Stewardess oft auf Reisen in den Staaten gewesen und habe die zahlreichen Smoothies- und Saftbars vermisst, als Sie wieder in Zürich war. „Auf RonOrp hat Sie dann nach Mitgründern gesucht – und mich gefunden!“, erzählt Ann. Sie sei vom Konzept sofort begeistert gewesen und es funktioniere einwandfrei zusammen. Die dritte im Bunde, Studentin Marciella, hilft ihnen im Laden tatkräftig mit.

Ob fruchtig, frisch oder sauer: bei SASOU findet jeder etwas.

„Es ist für uns bis jetzt schwierig abzuschätzen, wann die meisten Kunden kommen“, sagt Ann, „gerade in den Sommerferien.“ Manchmal stehe Sie bis zum Nachmittag in der Saftbar bis der erste Gast komme. „Dann wiederum werden wir überannt – wie zum Beispiel am Tag vor dem ersten August, wo viele Zürcher verreisen. Da hatten wir plötzlich eine richtig volle Bude!“ Die Öffnungszeiten (Mo-Fr von 11-19 Uhr und Sa 10-16 Uhr) müssten sie eventuell anpassen, falls sich herauskristallisiert, dass die meisten Gäste schon früh morgens Lust auf Fruchtpower zum Mitnehmen haben. „Unsere Kapazität ist jedoch noch beschränkt, da wir nur zu dritt sind im Moment“, erklärt Ann.

Das Angebot besteht hauptsächlich aus frischen Frucht- und Gemüsesäften und Smoothies. Die Zutaten werden stets direkt vor den Augen des Kunden geschnitten, gemixt und zubereitet. Von der grünen Vitaminbombe mit Gurke, Spinat, Birne und Sellerie zum erfrischenden Apfel, Fenchel, Pfefferminz-Saft hin zum cremig-süsslichen „Voodoo Child“ mit Avocado, Datteln, Kakao und Mandelmus. Saftliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. „Die Kreationen haben wir alle selber ausgetüftelt.“, sagt Ann. Das ist ihnen gut gelungen: mein Smoothie schmeckt so köstlich, dass ich am nächsten Tag direkt noch einmal wiederkomme.

Liebevoll dekoriert, aber nicht überladen: Wohlfühl-Atmosphäre in der SASOU-Saftbar.

Daneben kann man sich seine ganz eigenen Smoothies und Säfte zusammenstellen. Auf der mit Kreide bemalten Tafel stehen die Zutaten: Zuerst wählt man die Grösse, danach die Grundlagen wie Apfel, Karotte, Orange oder Gurke. Drei weitere Zutaten und ein Shot – fertig ist der Selfmade-Smoothie. Zusätzlich bieten sich kleine hausgemachte, teils vegane, Delikatessen in der Glasvitrine an. Mit Gebäck, Sandwichs und Taboulé-Salaten lässt sich’s hier auch in der Mittagspause verköstigen. Im Winter soll dazu ein handverlesenes Angebot an Suppen hinzukommen: SASOU ist nämlich nicht ein ayurvedischer Mantra-Begriff, der Name ist schlicht aus „Saft“ und „Soups“ kombiniert.

"Make your own juice" - wer die Wahl hat, hat die Qual.

Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr, Adresse: Neugasse 41, 8005 Zürich

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