«Ich werde Tramführerin»

Es herrscht konzentriertes Schweigen im Klassenzimmer des Tramdepots Kalkbreite. Sechs zukünftige TramführerInnen sitzen im Zimmer. Drei Herren und drei Damen. Eine von ihnen ist Edi Popovic. Wir begleiten sie auf ihrem Weg von der Schulbank in die Tramführerkabine.

Erster Ausbildungstag: Auf dem Programm stehen Begrüssung, Materialkotrolle, Einweisung, Gesetze und Reglemente. Um 8.00 Uhr geht es los. Die Anspannung bei Edi ist gross: «Ich habe schon das ganze Wochenende ein Kribbeln im Bauch. Man weiss ja nicht genau, was einen erwartet». Wie kleine Schulkinder sitzen die Neuankömmlinge mit gespannten Augen an ihrer Schulbank und hören der Ausbildnerin Anna Sandherr zu.

Edi Popovic im Klassenzimmer

«Eine neue Herausforderung»

Edi Popovic arbeitete als Coiffeuse und im Verkauf, suchte aber eine neue Herausforderung. Dann weckte die Kampagne der VBZ «Frauen gehören nach ganz vorne» Edis Interesse. Es war aber keine Heute-auf-morgen Entscheidung: «Ich habe mir das durch den Kopf gehen lassen und lange darüber nachgedacht, ehe ich mich entschied, mich zu bewerben». TramführerInnen haben einen spannenden und vor allem sehr abwechslungsreichen Alltag. Kein Tag ist wie der andere. Und genau das war es, was Edi dazu bewog, diesen Beruf zu wählen und die Ausbildung zu starten.

Vorbereitung auf die Ausbildung

Wer VBZ-TramführerIn werden will, muss sich natürlich zunächst einmal mit den üblichen Unterlagen bewerben. Passt das Profil, wird er zu einem Gespräch eingeladen und dann erfolgen ärztliche und psychologische Untersuchungen. «Im Vorfeld durften wir auch schon unsere Uniform abholen», erzählt Edi «das war schon speziell». Bereits während der Ausbildung tragen die Lernenden immer ihre Uniform. «Als Uniformierte hat man Vorbildfunktion», sagt Ausbildnerin Anna Sandherr. Dann müssen sich die künftigen TramführerInnen mit dem Streckennetz der Stadt Zürich vertraut machen. Was in wenigen Wochen bereits Alltag sein wird, ist heute noch harte Arbeit und bedeutet viel Lernen. Das Streckennetz ist das Wichtigste, was eine Tramführerin wissen muss, sagt auch Edi: «Die Strecken muss ich noch gut üben und lernen, da ich aber in der Stadt wohne, kenne ich immerhin schon einige».

Erster Ausbildungstag

Nach einem langen Tag ist Edi müde und erschöpft. Der erste Ausbildungstag ist intensiv und theorielastig. Heute wurde den Auszubildenden viel Material verteilt: Ordner mit Fachwissen, Aufgabenblätter. Auch an Hausaufgaben kommen die SchülerInnen nicht vorbei. «Wir haben schon Hausaufgaben erhalten. Jetzt merke ich, dass es wirklich los geht!», sagt Edi aufgeregt. Auch über die bevorstehende Theorieprüfung haben sie geredet: «Nach einem Monat haben wir schon die erste Prüfung!». Am Nachmittag besichtigte die Ausbildungsgruppe noch das ganze Depot Kalkbreite. Edi war beeindruckt und ihr wurde bewusst, dass das ihr neuer Arbeitsort ist: «Das Depot ist der Knotenpunkt für die Trams. Hier werden wir am morgen unser Tram abholen und ausfahren und am Abend wieder einfahren, damit es für den nächsten Tag bereit gemacht werden kann». Weiterlesen Lesen und sehen Sie hier, was Edi Popovic während ihrer Ausbildung zur VBZ Tramführerin alles erlebt und lernt.

Edi gibt ihre gelösten Aufgaben an Anna Sandherr

  • brander jaqueline 04.12.2013 16.36 Uhr

    ich moachte auch disse beruf habe lieber gruss

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