«Ich werde Tramführerin»

Kollision in der Bahnhofstrasse! Ein Auto konnte nicht schnell genug reagieren, und es kam zu einem kleinen Blechschaden. Glücklicherweise keine Verletzten! Doch der Tramverkehr steht still. Jetzt muss man schnell handeln, Trams müssen umgeleitet werden. Eine Aufgabe für die Leitstelle. Heute lernen die angehenden TramführerInnen diese zentrale Organisationseinheit kennen.

Der dritte Ausbildungstag befasst sich mit dem Bordcomputer, der Leitstelle und den administrativen Aufgaben eines Tramführers. Die Klasse sitzt schön verteilt im Klassenzimmer. Die Lernenden hören aufmerksam zu und machen sich Notizen. Edi Popovic in der ersten Reihe, an vorderster Front.

Die Leitstelle

Mario Schmid, Disponent der Leistelle, richtet sich im Klassenzimmer ein. Er begrüsst die Klasse und stellt sich in zwei kurzen, knappen Sätzen vor. Der Beamer im Klassenzimmer sträubt sich anfangs, aber Schmid lässt sich auch von der kleinen technischen Panne nicht beirren und führt seine Präsentation fort. Heute steht er als Disponent vor der Klasse und bringt den Lernenden die Aufgaben der Leitstelle näher. «Heute morgen zum Beispiel war der Stadelhofen zu. Da mussten wir sofort die betroffenen Tramlinien umleiten und die Fahrgäste darüber informieren», sagt Schmid. Die Leitstelle ist das Organisationsorgan der VBZ. Ein Interview mit Mario Schmid findet ihr hier. Zur Einstimmung in die Arbeiten der Leitstelle zeigt Schmid den Film «Das Verkehrsspektakel» . Nach dem Film und einigen Ausführungen von Schmid darf die Klasse die Leitstelle in Zürich Altstetten gleich selber erkunden. Edi ist begeistert: „Es ist sehr spannend hier in der Zentrale zu stehen und zu sehen, wie die Disponenten alles organisieren!“

Der Bordcomputer

«IBISplus heisst euer Bordcomputer, damit kommuniziert ihr mit der Leitstelle», erklärt die Ausbildnerin. Der Computer befindet sich in der Führerkabine auf der rechten Seite. Die TramführerInnen haben die Wahl zwischen zwei Rufknöpfen: Notfall und Normalruf. Der Normalruf wird gewählt um mit der Leitstelle Kontakt aufzunehmen. Beim Normalruf kann es auch mal einige Minuten dauern, bis die Leitstelle antwortet. «Mit dem Notruf müsst ihr sehr sorgfältig sein», erklärt Mario Schmid der Klasse. Bei einem einkommenden Notruf werden alle Disponenten in der Leitstelle zugeschaltet, damit so schnell als möglich reagiert und gehandelt werden kann. Während ein Disponent noch mit der Tramführerin spricht, kann ein anderer bereits erste Umleitungen organisieren.

IBISplus, der Bordcomputer // Quelle: VBZ

Dienstplan lesen will geübt sein

Am Nachmittag lernen die künftigen TramführerInnen, wie sie ihren Dienstplan richtig lesen müssen. Einfacher gesagt, als getan. Der Dienstplan sieht aus wie ein wunderschönes Strickmuster, meinte einer der Lernenden mit einem Schmunzeln. Das ist Übungssache sagt Edi: «Wir haben Hausaufgaben auf morgen, damit wir lernen die Dienstpläne richtig zu lesen. Mit diesen Plänen sind wir dann schliesslich tagtäglich konfrontiert». Nach einer Stunde üben im Schulzimmer müssen sie nun zu Hause noch Hausaufgaben lösen. Aber wie sagt man so schön? - Übung macht den Meister.

Weiterlesen

Lesen und sehen Sie hier, was Edi Popovic während ihrer Ausbildung zur VBZ Tramführerin alles erlebt und lernt.

+ Interview mit Mario Schmid von der Leitstelle

+ Zweiter Ausbildungstag

+ Erster Ausbildungstag

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