Der verirrte Felsen

Begegnet dem Spaziergänger im urbanen Quartier ein so ein dezent kleiner Stein, eröffnen sich Fragen. Zumindest mir geht es so.

Nein, wir sind nicht in den Bergen. Wir sind immer noch in Zürich West. Ich bin wohl nicht der Einzige, der sich fragt, was dieser Spritzbeton-Findling mitten im Quartier, direkt vor dem Marriott Hotel zu suchen hat. Hat ihn Sturmtief Andrea hier abgestellt?

Parkte da vorhin nicht ein anderer Wagen?

Das Ding ist sicher nicht vom Himmel gefallen und es hat ihn wohl auch kein Schrebergarten-Besitzer dahin gelegt, weil er beim Umgraben seines Radieschen-Beetes auf ihn gestossen ist. Es ist wahrscheinlich auch kein Briefbeschwerer. Was soll das Ganze aber?

Würde ich den verantwortlichen Architekten nach dem Grund fragen, dann würde ich wohl etwas in dieser Richtung von ihm hören: "Dieser recht archaische Stein, mit der zwar rauen, aber nicht komplett natürlichen Oberfläche soll einen optischen Kontrapunkt zur modernen Umgebung bilden, die in einer sehr klaren Formensprache gestaltet ist; Natürlichkeit vs. Künstlichkeit sozusagen."

Ganz ehrlich: Sollte jemand in nächster Zukunft ein leises Lachen am Horizont hören, dann bin das ich. Ich lache, weil mir gerade der verantwortliche Architekt meine Vermutung bestätigt hat…

  • Werner Mäder 10.1.2012 14.07 Uhr

    Wenn es dir gelingt, den Stein zu heben, darfst du das plattgedrückte Auto drunter als Alteisen verkaufen.

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