Kurz vor Schluss wollte ich noch einen kurzen Blick von den Festlichkeiten rund um den Escherwyssplatz erhaschen, doch es wurde bereits tüchtig zusammengeräumt und weggepackt.
Um fünf Uhr war gar nichts mehr los, bloss der Regen strömte vor sich hin und unterstrich die verlassene graue Landschaft des Escherwyssplatzes.
Was haben sich die Organisatoren eigentlich gedacht, die Veranstaltung um fünf Uhr nachmittags zu beenden, an einem Samstag, wenn man betonen darf? Zürich-West ist Zürichs Ausgangsmeile schlechthin, man hätte mehr mit diesem Image arbeiten sollen. Der Trubel beginnt erst gegen 20 Uhr abends, ob bei Regen oder Sonnenschein, das Zürcher Volk pilgert am Wochenende entweder ins Dörfli oder eben ins trendige Zürich-West. Fazit: „Das Fest“ vom 10.12.11 war wenig besucht und das Konzept enttäuschend, schade um die Mühe und die Ausgaben.
Dieses Wochenende hat wieder einmal gezeigt:
Der Zürich-West ist ein kultureller Hot-Spot, dort muss ein Veranstalter etwas bieten können, um ihm ebenbürtig zu sein, das Volk lässt sich sonst nicht hinlocken.
Um zu etwas Erfreulicherem überzugehen, die neue Strecke der Linie 4 durfte ich Sonntagabend erstmals erkunden. Es ist eine schöne Abwechslung: man sieht eine weitere Seite von Zürich-West, eine sehr schöne Strecke zum Fahren. Schade nur, dass die Linie 17 nur bis zum Hauptbahnhof fährt, einer ganzen Pendlermasse wird dadurch der Arbeitsweg erschwert. Wir werden uns halt daran gewöhnen müssen.