The Public Space Society

Ideen kommen, wenn man improvisiert

Titel: The Public Space Society 

Bunte Streifen aus Drachenstoff flattern im Wind. Sie sind an einem haushohen Rahmen befestigt und sollen bei Fertigstellung einen losen Raum mit offener Diele bilden. Diese ungewöhnlich bunte Kunst findet man auf der etwas verwitterten Stadionbrache in Zürich-West.

Schon in anderen „Open-Site Projekten“ setzte das Trio einen physischen Rahmen inmitten des öffentlichen Raumes und spekulierte, dass die Anwohner darauf reagieren. Werden sie den bunten Kunstrahmen in ihren Alltag integrieren? Wird er zu einem Art Marktplatz für der Denker und Redner werden? Oder bleibt er eine improvisierte Spielwiese? Das soziokulturelle Projekt hat hohe Erwartungen geweckt, will aber bewusst einen offenen Ausgang. Ganz nach dem Motto: Ideen kommen, wenn man improvisiert.

Diese Forderung ist ungewöhnlich und gilt es erst einmal auszuhalten. Da muss der allgegenwärtige Organisation- und Bauwahn erst einmal aussen vor bleiben. 

Das Künstlertrio hat keine abschliessende Meinung, wie sich ihr Projekt weiterentwickelt. Sie verstehen sich als Initiatoren für soziale und kulturelle Prozesse. Ihre Leistung besteht aber auch darin, unser Augenmerk auf das zu richten, was normalerweise keiner Dokumentation würdig ist. Brachen haben zwar eine Bedeutung für diejenigen, die sie zu nutzen wissen. Doch sind sie erst einmal ins Stadtbild „sinnvoll“ integriert, dann ist dieses Stück Freiraum auch schnell wieder vergessen.

http://www.artandthecity.ch/de/kunst/marjetica-potrceva-pfannes-sylvain-hartenberg-ooze/

 

 

Foto: Werner Mäder

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